Historie

Entstehung und Entwicklung des Familienzentrums KESS

Die Samtgemeinde Wathlingen ist die zweitgrößte Verwaltungseinheit im Landkreis Celle, setzt sich zusammen aus drei Einzelgemeinden, in denen ca. 15.000 Menschen leben.
Viele von ihnen arbeiten in der ca. 30 km entfernten Landeshauptstadt Hannover und pendeln täglich zwischen Wohn- und Arbeitsort. Bedingt durch zahlreiche Neubaugebiete kam es zu einem verstärkten Zuzug junger Familien, die häufig auch nur über ein Auto verfügen.
Die Anbindung mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln ist nicht ausreichend, um gerade auch in den Abendstunden und am Wochenende die kulturellen Angebote der Kreisstadt Celle (10 km Entfernung) zu nutzen.
Die Angebotsstruktur innerhalb der Samtgemeinde erstreckte sich auf die klassischen Bereiche wie Sportangebote, Schützenvereine und Schul- und Kindergarteninitiativen.
Eine Integration der „Neuzugezogenen“ verlief unzureichend, es fehlte an niedrigschwelligen Bildungs- und Kontaktangeboten.
Bei der Kommunalwahl 1996 wurden diese Defizite verbalisiert.
Neben der Einrichtung einer hauptamtlichen Stelle einer Frauenbeauftragten wurden Räume angemietet, die der Frauen- und Familienarbeit zu Verfügung gestellt wurden.
Zeitgleich gründete sich der gemeinnützige Verein Familienzentrum KESS e.V., der als Träger Bildungsangebote zur Verfügung stellen wollte.
Die Frauenbeauftragte übernahm ehrenamtlich die Aufgabe der ersten Vorsitzenden.
Zu Beginn seiner Arbeit ließ sich der Verein intensiv bei der Gestaltung seiner Arbeitsstrukturen extern beraten.
Wichtigste Ergebnisse waren:
Eine Hierarchiestruktur trennt klar zwischen den Ebenen Vorstand/ Verantwortung und dem Arbeitsapparat. Klare Aufgabenbeschreibungen und die Abgrenzung von Kompetenzbereichen vermindern das Konfliktpotential und erhöhen die Arbeitsmotivation der MitarbeiterInnen.
Die Angebote des Familienzentrums richten sich strikt nach bestehender Nachfrage unserer KundInnen und müssen sich in ihrer Gesamtheit wirtschaftlich tragen.
Mit dem Aufbau des Zentrums wurde 1997 begonnen, Angebotsleistung, Nutzungsfrequenz und Umsatz stiegen kontinuierlich an. Im Jahre 2002 wurde vom Rat der Samtgemeinde Wathlingen dem Antrag des Familienzentrums auf die Errichtung einer Außenstelle stattgegeben.
Die dortigen Besucherzahlen übertreffen bislang die Erwartungen.
Um eine „marktgerechte“ Entwicklung des Familienzentrums zu sichern, beginnt die Institution im Jahre 2003 mit einer Eigen-Evaluation, die in einer Zertifizierung und der Umsetzung weiterer Visionen münden soll.

 

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